Was für Möglichkeiten hat man nun bei einem Akustikusneurinom? Was kann man dagegen machen?

Nun ging es zu meinem HNO Doc zurück, der mir erklärte, wie es weiter geht könnte.
Vorher aber noch ein kleines Bild vom Ohr der zeigt, wo so ein Neurinom sich einnisten kann (der schwarze Pfeil).
Mein Doc ist ein Lustiger und war schon mal erstaunt über den Befund, weil Akustikusneurinome kommen nicht so oft vor. Heute schon Lotto gespielt?
Was macht man nun mit so einem Ding im Kopf ?Der Doc (und auch Google) bot vier Möglichkeiten auf, wie man nun weiter macht könnte:
  • Weglaufen und alles Ignorieren
  • Wait and Scan
  • Bestrahlung
  • Operation in drei Varianten.
Weglaufen und alles ignorieren ist natürlich kein Weg. Vergesst es. Ich liste das auch nur auf, weil mir in Gesprächen mit anderen Personen aufgefallen ist, das Leute Angst vor so etwas haben und anstatt zu handeln der Fluchtreflex aktiv wird und die Personen setzen ihre Scheuklappen auf. Sie wollten nicht mehr zuhören, sie wollen weg und mit der Sache nichts zu tun haben. Das ist alles Quatsch. Wer einen Unfall im Straßenverkehr verursacht, kann und darf auch nicht einfach wegrennen. Das ist unverantwortlich. Besonders gegen sich selbst. Bezieht eine Stellung. Es ist doof, unangenehm, schmerzhaft und auch traurig. Das macht alles nichts. Das Leben geht weiter, das Leben ist schön und macht das beste daraus.
 
Wait and scan ist tatsächlich eine Variante. Man beobachtet den Tumor weiter und schaut wie schnell er wächst und welche Probleme dabei auftauchen. Zum Beispiel macht man das nicht, wenn der Gesichtsnerv angegriffen wird, denn wer will schon mit einem halben Gesicht rumlaufen. Auch das Alter spielt eine Rolle. Wenn die Diagnose bei einem 90 Jährigen festgestellt wird, ist die Anstrengung einer OP evtl. auch zu viel.
Die Bestrahlung ist eine Möglichkeit und da hat sich in den letzten Jahren viel getan. Stichwort sind hier Gammeknife oder Cyberknife. Es wird sehr punktgenau und konzentriert auf einen sehr kleinen Punkt bestrahlt mit dem Ziel, das Wachstum zu stoppen oder sogar den Tumor aufzulösen.
Die Operation ist scheinbar die „gängigste“ Art einen solchen Tumor zu entfernen. Hier gibt es, glaube ich. drei Operationswege, die man sich aber nicht selber aussucht, sondern von der Lage des Tumors abhängig sind. Auch hier ist es wichtig zu wissen, dass es sich um einen Eingriff in den Kopf handelt, so das die Frage aufkommt, ob dies nun ein Neurochirurg oder ein HNO-Chirurg machen soll. Mir hat man es so erklärt, dass, um so weiter der Tumor vom Ohr weg liegt, es ein Job für den Neurochirurgen ist. Mehr zum Ohr hin, ist es wieder Aufgabe der HNO.
Ich bin nach dem Gespräch zu einem zweiten HNO Arzt gefahren, weil mir klar war, dass ich unbedingt eine zweite Meinung haben wollte. Nicht, weil ich dem ersten (guten) Doc nicht traue, sondern der Eingriff zu entscheiden ist, als nur eine Meinung zu hören. vergesst an diesem Punkt bitte Google oder auch Ratschläge von Freunden. Wirklich! Sucht nach den Stichworten im Internet und pickt euch eine gute Klinik raus, die viel Erfahrung damit hat. Da einen Termin machen und reden!

Was dabei raus gekommen ist, könnt ihr im nächsten Beitrag lesen.

 

Smirc

 

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