Comer See – Ein italienischer Traum – Tag 1 Sonntag

Der Anreisetag. Gebucht war Ryanair von Bremen nach Bergamo. Ryanair mit seiner eigenen „Halle“ am Flughafen, hat den Charme einer Aufwärmhalle. Nicht schön, aber das war auch okay. Ein Flughafengebäude muss nicht immer wie ein Raumschiff aussehen und mit Edelhölzern und Edelstahl ausgelegt sein. Das Check-In und das spätere Bording war kein Problem. Die Information, dass wir nur 15 Kilo pro Koffer mitnehmen konnten, hatte im Vorfeld bei mir und meiner Frau zu wilden Umpackaktionen der Kofferinhalte geführt. Nun gut. Die Maschine war nicht sehr voll, so dass wir alle nebeneinander sitzen konnten. Christian brachte für die Qualität der Sitze das Beispiel eines Reisebusses. Stimmt und für €70,- auch okay. Der Flug war reibungslos und wir freuten uns alle auf Italien. Wenig später landeten wir in Bergamo wo uns italienische Sonne begrüßte (Wetter in Bremen: so um die 18 °C + Regen).

Wir holten unseren Wagen ab, wir montierten unsere Uschi an die Windschutzscheibe (unser Navi von TomTom) und fuhren los. Von Bergamo fuhren wir über Lecco nach Como und dann am Comer See (Lago di Como) nach Cadenabbia, wo auch unser Hotel lag. Wir mussten am See unterwegs anhalten, weil die Sicht uns überwältigte. Ja Ja. Sagt jetzt jeder. Noch nie einen See gesehen? Natürlich, doch der Comer See ist SEHR schön. Das Wetter war klasse und die Sicht sehr gut.

Das Hotel zeigte deutlich durch Bauweise und Inneneinrichtung seine britische Herkunft, war gepflegt und hatte mit Sicherheit seine beste Zeit schon hinter sich gelassen. Doch für den Preis, wir hatten zufälligerweise All-Inclusiv gebucht, konnte man NIX sagen. Ich hab schon schrecklicher gehaust. Das Abenddinner war grausig. Das komplette Hotel war durch Bus-Touristen aus Deutschland und England übervölkert und ausgebucht. Wir hatten eine Kleinigkeit am Buffet auf unsere Teller geschoben und einen Wein kommen lassen. Doch beides animierte uns nicht länger im Hotelrestaurant zu bleiben. Wir gingen um uns etwas Neues zu suchen, was unsere Bäuche mit Wohlgefühl füllen sollte. Es war schon dunkel geworden und so durften wir den See bei Nacht bewundern. Angezogen von einem kleinen Schild, kehrten wir neben dem Hotel in eine Pizzeria ein. Dort bediente uns ein netter Italiener und wir aßen die beste Pizza in unserem Leben. Hauchdünn, aufgeplusterter Rand und saftiger Belag. Juchu. Was für ein Tag.

Die Nacht hingegen war die Hölle. Das Betten stellte sich als absolut widerstandslos und Rückenschädlich dar. Aua. Das waren in Summe ca. 4 Stunden Schlaf.

 

Smirc

 

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