Das Buch des Lebens

Nur so ein Gedanke der mir so kam:

Stellen wir uns einmal vor, das jeder von uns ein Buch hätte. Ein Buch in dem er sein Leben aufschreibt. Die wichtigsten Erfahrungen niederschreibt und Bilder von den wichtigsten Ereignissen einklebt. Das Buch wäre etwas moderner, denn es können auch Sprache, Lieder oder Geräusche aufgenommen werden. Jeden Tag ein paar neue Zeilen, neue Bilder, neue Erfahrungen und Erlerntes. Von diesem Buch kann kein Backup gemacht werden. Es kann nicht kopiert werden oder in einer anderen Weise vervielfältige werden. Ja. Ein merkwürdiges Buch.
Jeder von uns hat so ein Buch und nach ein paar Jahren wäre es schon sehr dick. Nun stellen wir uns weiter vor, was wäre wenn man nun zu einer wildfremden Person hingehen würde, der Person das Buch aus den Händen reißen und vor seinen Augen das Buch verbrennen würde. Das Buch wäre weg. Alle gemachten Erfahrungen, Bilder, Erlebtes die dort in diesem Buch standen sind für immer verloren. Was für ein Verlust!
Nun stellen wir uns weiter vor, das Buch wäre ein Mensch. Wenn ein Mensch stirbt, vergehen Erfahrenen die in vielen Jahren gesammelt wurde. Das Erlebte dieses Menschen, alle die dabei “gespeicherten” Bilder, Gerüche, Geräusche, Erfahrungen und Wissen gehen verloren. Für immer.
Wie komme ich darauf? Wenn ich eine Schreckensmeldung über Katastrophen oder Unglücke höre, denke ich an diesen Vergleich. 10.000 Menschen getötet (nichts ungewöhnliches in unseren Nachrichten) bedeutet für mich bei einem Durchschnittsalter von vielleicht 35 Jahren, also 350.000 Jahre Erfahrungen, Erlebtes und Wissen sind verloren. Was hätten uns diese Menschen noch alles sagen können?
Erschreckend
 

Smirc

 

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