Tannhäuser – Brettspiel

Das Brettspiel Tannhäuser spielt in einer alternativen Realtität um 1949. Der erste Weltkrieg hat nie geendet und die deutschen experimentieren mit okulten Mächten rum.
Es gibt zwei Parteien. Die Deutschen und die Union. Jede Partei übernimmt die Kontrolle über 5 Soldaten, die sich nun mit MGs, Pistolen, Granaten und auch okulten Fähigkeiten die Nase platt hauen. Stirbt ein Soldat ist er raus, es sei denn, es handelt es sich um einen Fußsoldaten und nicht um einen der mächtigen Helden. Dann kann er beim Eingangspunkt wieder in das Spiel gebracht werden.

Tannhäuser ist eine vereinfachte Konfliktsimulation mit einer gehörigen Portion Zufall dabei (es wird viel gewürfelt). Vergleichbar wie Heroquest, D&D das Brettspiel, Spacequest, etc. Eine Gruppe spielt jedoch nicht gegen das “Böse”, sondern beide Gruppen sind gleichwertig (owohl eine Spielergruppe die “bösen” Deutschen spielen) die je eigene Missionsziele haben die und erfüllen müssen.

Das Spiel kommt mit zwei großen Spielkarten. Die eine ist ein Landhaus und die andere ein okulter Beschwörungsplatz. In den Gängen und Räumen sind farbige Kreise eingezeichnet, auf denen sich die Figuren bewegen können. Ein Farbsystem, die Hersteller nennen es Pathfinder-System, regelt die Schusslinien und Sichtlinien. Das System ist sehr gut und funktioniert auch leicht, so dass man sich kaum um solche Dinge Gedanken machen muss. In anderen CoSimms ist dies genau der größte Zeitfresser. Manko ist jedoch, das schlecht zu erkennen ist, von welchen Kreis in den nächsten gelaufen werden kann. Hier hätten wir uns kleine Pfeile oder sogar Striche auf den Kreisen gewünscht.

Tannhäuser ist eindeutig ein Spiel für zwei Spieler, obwohl die Verpackung 2 bis 10 sagt. Kann ich so nicht unterschreiben. Wir haben es gestern zum ersten mal mit 5 Leuten gespielt. Wir hatten unseren Spaß, doch es ist deutlich, das es in Wirklichkeit nur ein 2-Spieler Brettspiel ist.

Das Spielmaterial ist total klasse. Sehr stabile Pappe und bemahlte Plastikfiguren der Einsatztruppe. Klasse. Abzüge gibt es in der dunklen Karte. Es ist bei einer Abendsbeleuchtung nicht gut zu erkennen, wo ein Pfad aufhört und wo anfängt, sowie können schlecht die Umgebungsgrafiken erkannt werden. Alles sehr dunkel.
Es gibt an einigen Ecken der Anleitung Übersetzungsfehler. An einer Stelle wurde eine komplette Beschreibung einer Ausrüstung ausgelassen.

Bei der Aufteilung der Parteien und nachher die Spielfiguren hatten wir mit unseren 5 Leuten schon das erste Problem, das eine ungleiche Anzahl von Figuren von den einzelnen Spielern gesteuert wird. Weiteres Problem: strategische Diskussionen bekommt die Gegenseite mit, so das ein Plan schnell offen gelegt ist. Bei solchen Absprachen hatten wir den meisten Spaß, weil viele Pläne schnell “ausgeplaudert” wurden.

Wir werden es bestimmt noch einige male spielen, so das auch die Spieldauer gesenkt werden könnte (man war das spät gestern).

Qualität des Materials -> Gut
Verständlichkeit und Übersichtliche Anleitung -> mittel
Spaßfaktor -> gut
Zufallsfaktor -> hoch
Wiederspielbarkeit -> gut
Spieldauer -> 4-5 Stunden

 

Smirc

 

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