Mein Chrome OS Experiment: Tag 15 – Datenmanagement

Es sind nun einige Tage vergangen und ich hatte tatsächlich so einige Hürden die ich nehmen musste. Der Gedanke an ein Chromebook vernichten kam auch schon…..

Das Problem lag bei Google Music. Ich hab mit Einführung von diesem Dienst begonnen, meine komplette Musiksammlung (mehrere Tausend mp3) dort hochzuladen. Hat auch immer toll funktioniert, bis vor kurzem dann beim Abspielen die Musik total verzerrt wurde. Grässlich. Ich hab eine Menge ausprobiert, von Cache löschen, Inkognito-Modus und Powerwash. Nichts hat geholfen. Ich dachte meine Hardware war kaputt, doch lokale Files hat das Chromebook wunderbar abgespielt und auch in einem zweiten Profil lief Google Musik bestens. Was war das Problem? Zwischen den Ohren hab ich es gefunden. Ich hatte vor einer Ewigkeit den Google Musik Player auf HTML5 umgestellt und aus einen unbekannten Grund wollte mein Chromeplayer das nun nicht mehr. Umgestellt auf die normale Methode (Flash) und es lief wieder. Puuuu.

Dabei positiv den Powerwash kennen gelernt. Das Zurücksetzen und Neuanlegen von neuen Usern ist kinderleicht und sehr schnell. Sehr schön.

In den letzten Tage habe ich mich damit beschäftigt wie ich meine alten Daten behandel und wo ich die hinlege. Dazu hab ich mir ein NAS gekauft und mit 1 TB ausgestattet (siehe Infrastruktur-Diagramm).

Als eine wichtige Regel für das Chromebook gilt nun: nichts lokal speichern. Mein Plan auf der lokalen Platte vom Chromebook mehrere Folder abzubilden und dort alles abzulagern, habe ich fallen gelassen. Auch die Möglichkeit eine externe Festplatte anzuschließen, führt meiner Meinung nach in eine Sackgasse. Ich möchte flexibel wie möglich mit meinen Daten umgehen, so das eine Überall-Verfügbarkeit mir sehr wichtig ist. Die gleiche Regel muss aber auch für alle Daten gelten. Nicht nur Texte, sondern auch Bilder, Filme, Musik, etc. Auch ein Problem ist, dass lokal abgelegte Daten nicht mit einem Schwub irgendwo hinkopiert werden (oder per Batch kopiert werden) können.

Der erste Schritt war die Beantwortung der Frage, wohin mit meinen vielen Texten und Briefen? Den Ordner dafür hab ich auf dem PC in den Drobox-Folder gelegt. Da Dropbox mit lokalen Kopien arbeitet, hab ich also immer ein Dokument lokal auf der Platte, auch wenn ich mal offline bin. Überall die gleiche Version ist ein weiterer Vorteil. Weiterhin wird das File nicht gewandelt, wie es bei Google Drive wäre. Diese Texte werde ich weiterhin auf dem PC bearbeiten, doch habe ich mit Dropbox die Möglichkeit auch vom Chromebook mal darauf zuzugreifen. Neue Texte werde ich in Google Drive erstellen, wie ich es heute schon mache. Bedeutet, das also die Dropbox-Lösung nur eine Legacy-Lösung ist, also zur Handhabung von alten Texten. In Kurzform:

  • Alte Texte in Dropbox und werden auf dem PC bearbeitet
  • Neue Texte in Google Drive

Weiter ging es mit meinem Drucker. Leider habe ich keinen cloudfähigen Druker, so das ich ohne PC nicht drucken kann. Der Drucker hängt nun am Router und der PC stellt die Brücke in die Cloud dar. Somit kann ich, wenn der PC an ist, auch mit dem Chromebook drucken. Alle anderen PCs/Laptops brauchen sich nur an den Router zu verbinden, der als Printserver dient, um etwas zu drucken. Hier also ein Nachteil, das ein Netzwerkdrucker sich nicht im Chromebook einbinden lässt. Lösung wäre, das ich mir einen Cloudfähigen Drucker besorge.

Wie geht das mit den Bilder? Da habe ich keine zufriedenstellende Lösung. Roundabout 100 GB Bilder und Handyfilme hab ich auf der externen Festplatte am PC und die will ich nicht alle in eine Fotocloud hochladen (paranoid?). Um die Bilder auch am Chromebook zu schauen, muss ich die Platte vom PC abhängen und an das Chromebook einstöpseln. Wenn die Bilder in der NAS wären, könnte ich nur über dem Webbrowser zugreifen, was etwas laaaaagmsam und das Interface doof ist. Da hab ich noch keine Idee. Weiterhin muss ich die Bilder von meinem Handy oder anderen Geräten herunterholen und in die gewachsene Verzeichnis-Struktur ablegen. Das geht meiner Meinung derzeit nur auf dem PC…

Wie schau ich Filme oder daddle Spiele?  Meine Filme sind alle auf einer externen Festplatte am NAS. Durch das NAS steht es dem XBMC auf der Ouya zur Verfügung, die im Wohnzimmer steht. Auf dem Chromebook werden keine Filme geschaut. Gespielt wird ebenfalls nicht, dafür gibt es die Xbox oder die Ouya. Problem gelöst 🙂

Meine letzte Hürde, meine Musik! Wie schon geschrieben liegt meine Musik bei Google Musik. Tut sie das wirklich? Nein. Für mich ist Google Musik ein Backup und ein Weg meine lokale Musik auf andere Geräte im Web abzuspielen. Mein derzeitiges Setup um Musik nach Google Musik zu bringen sieht wie folgt aus:

  • Neue Musik wird auf Amazon erworben. Die Files sind DRM frei und der Preis ist okay. Ansonsten müssen sie von einer CD gerippt werden oder auf einem anderen Marktplatz erworben werden.
  • Die Musik wird auf dem PC herunter geladen. Dazu muss ich den Browser öffnen, Amazon Musik Cloud anwählen, die neusten Musikstücke auswählen und Download klicken. Ein manueller Prozess.
  • Ein Script nimmt das Download-File, was nur ein spezilles File für den Amazon Musik Downloader darstellt und führt dieses aus.
  • Die Musik wird nun auf den PC herunter geladen.
  • Ein anderes Script kopiert nun die neuen Ordner aus dem “Eigenen Musik” Ordner in meine Musik-Sammlung auf einer anderen Festplatte (im NAS).
  • Automatisch beginnt der Google Musik Uploader mit dem hochladen der neuen Musik in die Cloud.
Warum so umständlich? Weil Amazon es nicht anbietet die mp3s direkt herunter zu laden und Google keinen anderen Weg anbietet als über den PCs mit dem Google Musik Uploader die Files hochzuladen.
Warum nutze ich nicht gleich Amazon Musik? Weil Amazon kein Sync mit meiner lokalen Musiksammlung durchführt und das Interface, …. altmodisch ist.

Was ist mir noch so aufgefallen?

  • Wer den oben stehenden Text gelesen hat, wird sich evtl. fragen, warum ich den die Festplatten der NAS nicht in das Filesystem vom Chromebook einbinde (mount). Das geht leider unter Chrome OS nicht. DAS ist echt ein Nachteil.
  • Der File Explorer kann keine GIF abspielen. 🙁
  • Das gleiche gilt auch für Filme im FLV Format.

 

 

Smirc

 

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