Pass auf was du denkst

Aus gegebenen Anlass, muss ich die Tage immer wieder an einen Spruch denken, den ich von Gerald gelernt habe: Pass auf was du denkst.

Im Grunde ist es ja eine Steigerung auf den Spruch „Pass auf was du sagst.“ Ich hatte diesen, also das „sagen“, immer darauf bezogen, das man auf das acht geben soll, was man so von sich gibt, da es evtl. beleidigend ist. Weit gefehlt, denke ich.

Meine Definition heute lautet:

  • Pass auf was du denkst: Durch das formen der Gedanken, werden diese für mich Wirklichkeit. Sie müssen nicht mit der Wirklichkeit da draußen zu tun haben. Für mich wird es Wirklichkeit, indem ich dies als Gedanken im Kopf habe. Beispiel: Forme ich den Gedanken, das jemand schlecht über mich redet, eventuell weil ich es falsch verstanden habe, wird es passieren, das ich weiter und weiter darüber nachdenke. Ich beschäftigst mich damit und das nächste mal, wenn ich diese Person treffe, werde ich mich anderes verhalten, als hätte ich diesen Gedanken nicht.
  • Pass auf was du sagst: Die Steigerung ist das Aussprechen der Gedanken. Böse Sache, denn wenn ich sie sage, werden sie sofort und unwiderruflich zu einem Stück Wirklichkeit. Sie sind echt und die Menschen in meiner Umgebung hören diese und machen sich ihre eigenen Gedanken dazu. Ich vergifte also andere Menschen mit meinen Gedanken und ich kann es nicht mehr ändern.
  • Pass auf was du schreibst: Dies ist also die oberste Steigerung und euch ist schon klar wohin das führt. Ein geschriebenes Wort ist wie ein Beweis. Er ist felsenfest verankert in der Wirklichkeit, kann jedes mal zitiert und erneut vorgelegt werden. Schreibe ich jemanden etwas böses, dann manifestiert sich dies auch letztendlich brutal und für immer in meinem Kopf und wohl auch im Kopf, der es ließt.

Ich versuche mich darin zu üben, darauf zu achten, was ich denke, denn dies kann der Anfang von echt blöden Dingen sein.

 

Smirc

 

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